App-Wissen

Kalorienzähler-App kostenlos: Worauf du wirklich achten solltest

„Kostenlos" heißt bei Tracking-Apps oft: mit Werbung, mit Paywall vor den wichtigen Funktionen — oder mit deinen Daten als Bezahlung. Ein ehrlicher Leitfaden für die Auswahl.

Eine Kalorienzähler-App begleitet dich mehrmals täglich, über Monate. Deshalb lohnt es sich, vor dem Download zwei Minuten nachzudenken — denn der Wechsel später ist nervig: Die Historie bleibt meist in der alten App zurück. Hier sind die fünf Kriterien, die den Unterschied machen, und ein Vergleichsrahmen, mit dem du jede App selbst prüfen kannst.

Warum „kostenlos" nicht gleich kostenlos ist

Apps kosten Geld im Betrieb: Server, Datenbankpflege, Entwicklung. Irgendwoher muss dieses Geld kommen. In der Praxis gibt es drei Modelle:

  • Werbung: Die App ist gratis, dafür siehst du Banner und Videos — und der Werbepartner erfährt oft mehr über dich, als dir lieb ist.
  • Freemium mit harter Paywall: Die App ist „gratis", aber Barcode-Scanner, Auswertungen oder mehr als eine Handvoll Einträge pro Tag kosten. Das merkst du meist erst nach der Anmeldung.
  • Freemium mit ehrlichem Kern: Die täglichen Grundfunktionen sind dauerhaft frei, bezahlt werden nur echte Zusatzfunktionen. Das ist das fairste Modell — wenn der „Kern" wirklich alles Nötige enthält.

Die fünf Kriterien, auf die es ankommt

1. Datenbankgröße — und vor allem: regionale Abdeckung

Eine Million Einträge nützen nichts, wenn dein Joghurt vom Discounter nicht dabei ist. Für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt, ob die Datenbank hiesige Supermarktprodukte zuverlässig kennt. Teste das vor der Entscheidung: Scanne fünf Produkte aus deinem echten Einkauf. Wenn zwei davon fehlen, wirst du dauerhaft Einträge von Hand anlegen.

2. Barcode-Scanner — gratis oder Köder?

Der Scanner ist die Funktion, die tägliches Tracking von einer Fleißaufgabe in eine Sache von Sekunden verwandelt. Bei manchen Apps ist genau er kostenpflichtig geworden. Prüfe also nicht nur, ob es einen Scanner gibt, sondern ob er im Gratis-Umfang enthalten ist. Wie Barcode-Tracking technisch funktioniert und wo seine Grenzen liegen, erklären wir in Kalorien scannen per Barcode.

3. Werbung — der versteckte Preis

Werbung nervt nicht nur, sie hat in einer Ernährungs-App auch einen inhaltlichen Haken: Zwischen deinem Ernährungstagebuch und Fast-Food-Bannern besteht ein offensichtlicher Interessenkonflikt. Eine App ohne Werbung muss ihr Geld anders verdienen — schau nach, wie.

4. Datenschutz — EU-Hosting und DSGVO

Was du isst, wie viel du wiegst, wie sich dein Gewicht entwickelt: Das sind Gesundheitsdaten. Achte darauf, wo die Server stehen (EU-Hosting bedeutet: DSGVO gilt unmittelbar), ob die Datenschutzerklärung verständlich sagt, was mit deinen Daten passiert, und ob die App ohne unnötige Berechtigungen auskommt. „Wir verkaufen deine Daten nicht" sollte explizit dastehen — nicht fehlen.

5. Der echte Gratis-Umfang

Die entscheidende Frage: Kannst du mit der Gratis-Version dauerhaft und vollständig tracken? Dazu gehören unbegrenzte Einträge, Zugriff auf deine Historie, Makronährstoffe (nicht nur Kalorien) und Fortschritts-Ansichten. Wenn eine App die Historie nach sieben Tagen sperrt, ist sie kein kostenloser Kalorienzähler, sondern eine Testversion.

Der ehrliche Vergleichsrahmen

Statt dir eine Tabelle mit Sternchen zu präsentieren, geben wir dir die Fragen mit, mit denen du jede App in fünf Minuten selbst prüfst:

KriteriumSo prüfst du es
Datenbank5 Produkte aus deinem letzten Einkauf scannen — wie viele werden korrekt gefunden?
ScannerFunktioniert der Barcode-Scanner ohne Abo? Auch nach der Testphase?
WerbungGratis-Version eine Woche nutzen — kommt Werbung, und wie aufdringlich?
DatenschutzDatenschutzerklärung: Serverstandort? Datenweitergabe an Dritte? Löschrecht einfach umsetzbar?
Gratis-UmfangEinträge, Historie, Makros, Auswertungen — alles dauerhaft frei oder zeitlich/mengenmäßig begrenzt?

Wo MyFoody in diesem Rahmen steht

Volle Transparenz — MyFoody ist unsere App, also ordnen wir sie im selben Rahmen ein, den wir dir gerade gegeben haben:

  • Datenbank: über 1 Million Lebensmittel, mit Fokus auf Produkte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie internationaler Abdeckung.
  • Scanner: der Barcode-Scanner ist kostenlos — dauerhaft, ohne Abo.
  • Werbung: keine. Nicht in der Gratis-Version, nicht in Pro. Die einzige Einnahmequelle sind Pro-Abos.
  • Datenschutz: Hosting in der EU, DSGVO-konform, kein Verkauf deiner Daten.
  • Gratis-Umfang: Kalorien- und Makro-Tracking, 30.000+ Rezepte mit Kochmodus, Wochenplan mit automatischer Einkaufsliste, wöchentliche Supermarkt-Angebote (DE/AT/CH), Gewichts-Trend und Fortschritt — dauerhaft kostenlos. Bezahlt sind nur die KI-Extras (z. B. Kalorien per Foto, automatischer Wochenplan): 6,99 € pro Monat oder 34,99 € pro Jahr, mit 7 Tagen Gratis-Test.

Ehrlich ist auch: MyFoody gibt es aktuell für iOS; die Android-Version erscheint bald. Wenn du Android nutzt, prüfe andere Apps einfach mit dem Rahmen oben — er funktioniert überall.

Egal, für welche App du dich entscheidest: Der Einstieg gelingt leichter mit einem Plan. Wie du die ersten Wochen angehst, liest du in Kalorien zählen für Anfänger — und über 30.000 Rezepte mit fertigen Nährwertangaben findest du in unserer Rezeptdatenbank, komplett ohne App.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder ernährungstherapeutische Beratung. Preise: Stand Juli 2026, Änderungen vorbehalten.

FAQ

Häufige Fragen zu kostenlosen Kalorienzähler-Apps

Ja — aber lies das Kleingedruckte. Bei vielen Apps ist nur ein Teil kostenlos, und wichtige Funktionen wie Barcode-Scanner oder Auswertungen liegen hinter der Bezahlschranke, oder die Gratis-Version ist voller Werbung. Entscheidend ist, ob die Funktionen, die du täglich brauchst, dauerhaft gratis sind.
Der Kern ist dauerhaft kostenlos und werbefrei: Kalorien- und Makro-Tracking, Barcode-Scanner, über 30.000 Rezepte, Wochenplan mit Einkaufsliste, Supermarkt-Angebote und Fortschritts-Tracking. Die KI-Funktionen (z. B. Kalorien per Foto, automatischer Wochenplan) gibt es mit MyFoody Pro für 6,99 € pro Monat oder 34,99 € pro Jahr — mit 7 Tagen Gratis-Test.
Ernährungs- und Gewichtsdaten sind sensible Gesundheitsdaten. Liegen sie auf Servern in der EU, gilt die DSGVO unmittelbar und die Durchsetzung deiner Rechte (Auskunft, Löschung) ist einfacher. Bei Anbietern außerhalb der EU solltest du die Datenschutzerklärung besonders genau lesen.
Aktuell gibt es MyFoody für iOS im App Store. Die Android-Version erscheint bald.

Kostenlos heißt bei uns: kostenlos.

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